Mit der Figur der „Vassa Scheleznova“, die sich im Rollenkonflikt zwischen Unternehmerin und Mutter in der dekadenten Männerwelt des vorrevolutionären Russlands behauptet, hat Gorki einen neuen Frauentyp in das Drama eingeführt. Die vom Hermes-Theater gespielte, wenig bekannte Urfassung von 1910 wirkt heute aktueller als die spätere Version des Stücks, in der die amoralische Macht des Kapitals nur durch eine sozialistische Revolution überwindbar erscheint. Die frühe Fassung erzählt am Beispiel einer Unternehmerfamilie von der weniger spektakulären, aber nachhaltigeren weiblichen Revolution gegen männliche Selbstsucht. Vassa Scheleznova fragt ihre Tochter: „Hast du schon einmal darüber nachgedacht, warum alle Männer so sind, als seien sie nicht von Müttern geboren, als seien die Väter allein ihr Ursprung?“
| Personen: | |
| Vassa Scheleznova, Frau des Unternehmers Zachar Scheleznov | Vroni Bösch |
| Prochor Scheleznov, Bruder ihres Mannes | Lothar Rauchfuß |
| Anna, ihre Tochter | Ulrike Philipp |
| Semjon, ihr älterer Sohn | Oliver Kleiner |
| Pavel, ihr jüngerer Sohn | Tom Keymer |
| Ljudmila, Pavels Frau | Sylvia Seminara |
| Mascha, Ljudmilas Mutter, Verwalterin | Angelika Homburger |
| Lipa, ein Dienstmädchen | Nicole Hallschmid |
| Inszenierung: | |
| Sandra und Jost Schneider | |
08.12, 09.12., 10.12., 11.12., 12.12., 13.12.2010 (20.00)
Eintritt: 8,-€; (Schüler/Studenten)5,-€
13. Dezember 2010 um 13:58
Lieber René,
wir haben uns alle sehr darüber gefreut, dass Du da warst. Das Volk Athens dankt für die schönen Lobesworte, werter Timon…
Liebe Grüße
Sylvia
13. Dezember 2010 um 10:59
Liebes Hermes-Ensemble, liebe Sandra, lieber Jost,
ich bin noch immer ganz bewegt von dieser tollen Aufführung gestern. Das Stück, die Atmosphäre und vor allem Eure grandiose Leistung hat den Abend ganz besonders gemacht.
DANKE!
Liebe Grüße
René
13. Dezember 2010 um 09:08
Am 12. Dezember 2010 waren wir in der Aufführung im Hermes-Theater. Wir waren sehr angetan von der Inszenierung und dem Spiel der Schauspieler. Besonders Nicole Hallschmid als Lipa gefiel uns, auch in ihrer konsequenten Darstellung der Blinden.
Nur die Darstellerin der Vassa Scheleznova zeigte anfangs etwas Einspielschwierigkeiten und deklamierte zu sehr. Aber das besserte sich im Verlauf des Spiels auch zusehends.
Insgesamt ein sehr lohnender Abend.
30. November 2010 um 14:12
Ich freue mich schon auf die Aufführungen!
Liebe Grüße
René von Athen