Für den von Finanzkrisen angewiderten Zeitgenossen könnte die Utopie einer autarken Existenz ohne Geld etwas Verlockendes haben. In dem 2007 in Bochum uraufgeführten Stück, das in diesem Jahr auch in Avignon vorgestellt wurde, kämpft ein moderner Don Quichotte, genannt Gospodin, gegen die Windmühlen des kapitalistischen Gesellschaftssystems. Als Philipp Löhle einmal aus dem Supermarkt kam, sah er einen Mann mit einem Lama. Damit war die Grundmetapher für das Stück geboren. Nicht der Supermarkt, sondern das Lama soll Gospodins Lebensgrundlage sein. „Ich habe mir eine Einnahmequelle gesucht, die mich unabhängig außerhalb jeder Arbeitsmühle angenehm antikapitalistisch überleben lässt.“ Gerade in einem in prekären Verhältnissen lebenden sozialen Umfeld, in dem die Abhängigkeit vom Geld besonders groteske Züge annimmt, wird Gospodin mit seinem Versuch einer autarken Existenz zum unverstandenen Außenseiter.
Den Förderpreis des Bundesverbandes der Deutschen Industrie verdankt das Stück wohl nicht zuletzt seinem überraschenden Ende.

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Personen:
Gospodin Jakob Straub
Annette Sylvia Seminara
Andi Nicola Armando Liguori
Norbert Angelika Homburger
Sylvia Margret Schröder
Mutter Gertraud Hauswald
Hajo Lothar Rauchfuß
2 Frauen vom Supermarkt Vroni Bösch/ Doris Binder

Inszenierung Sandra und Jost Schneider

28.11., 29.11., 30.11., 01.12., 02.12.2011 (20.00)
Ortsverwaltung Dettingen, Kapitän-Romer-Str. 4
Eintritt: 8,- €; (Schüler/Studenten) 5,-€
Reservierungen: Fon: 07533/1555; Fax: 07533/4079

Ein Kommentar zu “„Genannt Gospodin“ von Philipp Löhle im Hermes-Theater”

  1. René sagt:

    Hallo liebes Ensemble,

    ich hoffe Ihr hattet eine schöne Premiere gestern. Es ist so toll zu hören, dass Ihr bereits fast vollständig ausverkauft seid. Graturliere Euch!!! Jetzt muss ich halt schauen, wie ich mich diese Woche noch rein schleichen kann ;-)

    Liebe Grüße und Toi, Toi, Toi
    René

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