Mit den „Enten Variationen“ von David Mamet (1972) zeigt das Hermes-Theater wiederum ein selten gespieltes Stück eines bedeutenden Autors, der hierzulande durch „Oleanna“ bekannt wurde. Ein Stück über Enten? In kurzen humoristischen Szenen setzen Menschen sich mit einer Spezies auseinander, die ihnen vertraut und fremd zugleich erscheint. Die Dialoge werden als Rollen-Variationen inszeniert, in denen das fragwürdige Wissen der Menschen über Enten die Fragwürdigkeit ihrer eigenen Existenz offenbart.
(deutsch von Bernd Samland, erschienen im Verlag Jussenhoven & Fischer)

Spieler in verschiedenen Rollen: Thomas Frohwerk & Nicola Catone
Inszenierung: Sandra & Jost Schneider

31.10., 1.11., 2.11., 3.11. 2008 (20.00)
Dettingen, Kapitän-Romer-Str.4 (Ortsverwaltung)

Das Hermes-Theater zeigt seine Inszenierung des „Hässlichen“ noch dreimal im Kulturzentrum am Münster. Marius von Mayenburg ist ein junger deutscher Theaterautor, der auch in London Erfolge feiert, wo das Stück zurzeit am Royal Court Theatre gespielt wird. „Ein gefährlich komischer Angriff auf die falschen Werte der Popkultur-Gesellschaft“, schreibt die Times über das Stück, das in der Schönheitschirurgie das wahre Wesen der modernen Marktwirtschaft entlarvt.

5., 6., 7., Juni 2008 (20.00)

Ein ungewöhnlicher Krimi, in dem die Aufdeckung eines Verbrechens gängige Vorstellungen von Recht und Schuld in Frage stellt.
„Die heilige Flamme“ – ein mehrdeutiger Titel für ein Drama, das aus verschiedenen Perspektiven die Frage beleuchtet: Kann Liebe Sünde sein?
Ein selten gespieltes und doch ein großes Stück von W.Somerset Maugham(1928), in dem die kriminalistische zur existenziellen Suche nach Wahrheit in einer auf Unwahrheiten basierenden Gesellschaft wird.

9., 10., 11., 12., 13., 14., 15. Dezember 2007 (20.00)

Sind wir nur noch, was wir haben oder was wir kaufen können? „Das Geld ist das dem Menschen entfremdete Wesen seiner Arbeit und seines Daseins, und dies fremde Wesen beherrscht ihn, und er betet es an“( Karl Marx).
Was in einer vom Kapital regierten Welt zur harten Realität geworden ist, kommt in der 1870 in Moskau uraufgeführten Komödie „Tolles Geld“ von Aleksandr Ostrovskij im leichten Gewand der Komödie daher. Das Stück zeigt, wie das Geld, das den Bezug zu Arbeit und Moral verloren hat, auch als bloßer Schein noch seine Macht über die Menschen ausübt. Nicht zufällig ist es ein solider Geschäftsmann aus der Provinz, der den korrupten Bewohnern der Großstadt vor Augen führt, dass nicht das Geld, sondern der Mensch verrückt ist.

1., 2., 3., 4., 5., 6. Mai 2007 (20.00)

Sind die Grenzen unserer Sprache die Grenzen unseres Denkens? Dient die Bildung der Macht von Menschen über Menschen? Wird die Beziehung zwischen den Geschlechtern von unausgesprochenen Erwartungen bestimmt? Um diese und ähnliche Fragen geht es in der Komödie „Pygmalion“ von George Bernard Shaw(1913). Der griechische Mythos des Bildhauers „Pygmalion“, dessen Statue einer idealen Frauengestalt von der Göttin Aphrodite zum Leben erweckt wurde, erscheint als Vorbild des modernen Wissenschaftlers, der an die Möglichkeit glaubt, die sprachlich-kulturellen Grenzen zu überschreiten und einen Menschen nach seinen Vorstellungen zu erschaffen.

10., 11., 12., 13., 14., 15., 16. Dezember 2006 (20.00)